Mexiko ist ein wunderbares Land – jeder, der einmal dort gewesen ist und die Menschen, deren Leben und Kultur miterleben konnte, ist beeindruckt und fasziniert von der Lebensfreude und Herzlichkeit der Menschen sowie der Vielfältigkeit von Kultur und Natur.

Mexiko ist das perfekte Reiseland – es bietet zahlreiche Möglichkeiten für jeden Touristen. Unendliche Sandstrände mit Palmen und Meer, atemberaubende Gebirgslandschaften, Wüsten und Dschungel für Naturliebhaber und Abenteurer, Ruinenstätten, Museen und etliche andere Einrichtungen für Kulturinteressierte, um nur einiges zu nennen.

Beschäftigt man sich etwas eingehender mit dem Land, seinen Menschen, mit Geschichte und Gegenwart, wird man unweigerlich mit den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Problemen des Landes konfrontiert. Hat man einmal den Blick hierfür geschärft, wird man feststellen, dass sie sich an fast jedem Ort, in fast jeder Situation auf die eine oder andere Weise wiederspiegeln.

Die Geschichte Mexikos ist seit der Kolonisation geprägt von Niederlagen und Unterdrückung gegen und durch andere Nationen. Heute noch muss sich die indigene Bevölkerung Mexikos gegen Unterdrückung und für ihre Rechte durchsetzen – heute allerdings vor allem gegen die eigene Regierung.

Das größte Problem in Mexiko ist heute der schnelle Bevölkerungszuwachs und die Landflucht.
Vor allem seit der Industrialisierung in Mexiko in den 40er und 50er Jahren wächst die Bevölkerung extrem schnell an – jedes Jahr um weit mehr als eine Million.
In vielen Gebieten sichern die Kinder die Altersversorgung, die vom Staat nicht geboten wird.

Empfängnisverhütung und Familienplanung haben sich in Mexiko noch nicht vollständig durchsetzen können – nicht zuletzt aufgrund der Haltung des Vatikans. Abtreibung ist staatlich verboten und gesellschaftlich geächtet – was Frauen, die ungewollt schwanger werden, oft in eine Notlage versetzt.

Die Landflucht und die Verstädterung als auch die Bevölkerungsexplosion machen sich natürlich besonders in den großen Ballungsräumen bemerkbar. 1950 lebten noch 42% aller Mexikaner in Städten, 2000 waren es knapp 80%.
Insbesondere Mexiko-Stadt ist betroffen: Aufgrund der Zuzüge und des Bevölkerungswachstums vergrößerte sich die Zahl der Bewohner von 8 Mio im Jahre 1968 auf über 25 Mio im Jahre 1997.

Die Landwirtschaft reicht oft nicht mehr zum Überleben aus und die Stadt verspricht bessere Chancen auf Arbeit und Bildung. Meist verbessern sich die Lebensbedingungen der Landflüchtlinge in den Städten nicht. Die meisten von ihnen leben in den ciudades perdidas (verlorene Städte) in Hütten aus Wellblech, Plastikfolien und Holzresten ohne Strom und Wasser und nur wenige finden Arbeit, die ihnen ein besseres Auskommen als auf dem Land ermöglicht.

Viele der Migranten ziehen weiter nach Norden und überqueren – meist illegal – die Grenze zu den USA. Dort können sie zwar oft mehr Geld verdienen, als in Mexiko, sie leben aber trotzdem unter miserablen Bedingungen und haben als illegale Einwanderer keinerlei Rechte.


Zum Schluss noch einige Fakten und Zahlen:

Ländername:

Vereinigte Mexikanische Staaten (Estados Unidos Mexicanos)

Fläche:

1.958.201 km² (fünfeinhalb mal die Fläche Deutschlands)

Bevölkerung:

103,3 Mio, vorwiegend Mestizen, ca. 12 Mio indígenas und 4-5 Mio Weiße

Sprachen:

offizielle Landessprache ist Spanisch, ferner über 80 indianische Sprachen

Religion:

87% römisch-katholisch, 7,5% protestantisch; starke regionale Unterschiede

Unabhängigkeit:

Unabhängigkeitskrieg vom 16.9.1810 bis zur Anerkennung der Unabhängigkeit durch Spanien am 24.8.1821; Unabhängigkeitserklärung am 28.9.1921

Währung:

Mexikanischer Peso; 1 Peso = 100 Centavos » 0,07 Euro

(Stand: März 2007)

Quelle: www.auswaertiges-amt.de